Pädagogik

„Learning by doing" ist ein Grundsatz. Beobachten und Ausprobieren prägen die Pädagogik des Pfadfindens. Nur wer die Dinge selbst in die Hand nimmt, wer Situationen erlebt, erzielt Lernerfolge. Leiterinnen und Leiter begleiten die Kinder und Jugendlichen. Wichtig ist, dass alle Sinne angesprochen werden. Im Gegensatz zur Schule kommt es nicht darauf an, allein mit dem Kopf zu lernen. Erlebnisse werden durch Reflexion Erfahrungen und vermehren das Wissen.

In kleinen Gruppen ist es leichter, alle Gruppenmitglieder intensiv kennen zu lernen, sich mit deren Charakter auseinanderzusetzen und Vertrauen aufzubauen. Die Zusammenarbeit in der Gruppe fördert den Respekt vor Anderen. Im Zusammenspiel kleiner Gruppen und großer Gruppe übernehmen die Kinder und Jugendlichen Pflichten und lernen Verantwortung. Letztlich fördert es, dass Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen.

Kinder und Jugendliche entscheiden, was sie wie und wann machen wollen. Sie vertreten ihre Interessen in Versammlungen, in denen die Leitungen der Pfadfinderstämme gewählt werden. Leiterinnen und Leiter helfen dabei, Entscheidungen vorzubereiten und umzusetzen. Kinder und Jugendliche lernen also beim Pfadfinden sehr früh, wie Demokratie funktioniert. Sie lernen, eine Meinung zu bilden, Stellung zu beziehen, Kompromisse zu schließen. Und sie erfahren, dass sie verantwortlich für ihre Entscheidungen sind.