Am 24.5. ging es los. Wie immer mit ein bisschen Verspätung starteten wir mit vielen Autos, viel Gepäck und viel Vorfreude ins Pfingstlager. Am Lagerplatz hatte die „Vorhut" schon einige Zelte aufgebaut, aber das eigene Zelt dann noch aufzubauen blieb einem natürlich nicht erspart.

Nach langen aufbauen und einem Abendessen mit einer leckeren Maultaschensuppe war dann noch etwas „Lagerfeuerzeit".
Allerdings war keiner so lang wach, weil der Tag ja schon sehr anstrengend war...

Wenn man mit einem Löffel oder einem Messer auf einen Topf oder Deckel schlägt, dann gibt es einen sehr lauten, unangenehmen Sound. Von diesem Geräusch wurden wir am Donnerstag ( und auch die folgenden Tage) geweckt und es war so lang nicht ruhig bis auch der letzte aufgestanden war um sich am Morgenimpuls zu sammeln und sich dann an den Frühstückstisch zu setzen.

Der Tag war ganz dem Kreativen Geist der Pfadfinder gewidmet. Es waren dringend Lagerbauten nötig z.B: ein „Waschsalon", ein Geschirrständer und was ganz wichtig ist, ein Lagerkreuz. Also „Schaffe, schaffe, Häusle baue.!" Eigentlich hat das meiste gut geklappt, nur das Lagerkreuz hat's beim ersten mal nicht geschafft und ist wieder umgefallen. Aber beim zweiten Versuch hat dann auch das geklappt.  Leider dann einen guten Meter kürzer.

Dann gab's ein Brainstorming von den Wölflingen und den Jupfis zum Thema Wüste. Also erst mal war da die Idee zu einem Brunnen da und noch eine Palme zu bauen (den Lagerturm lassen wir mal beiseite). Außerdem gab's eine Einführung ins Arabische. Das große Schlagwort war: Yala, Yala! (Schnell, macht schon, los,...)

Das sollte uns das ganze Pfingstlager verfolgen.

Nach dem Essen wurde noch am Lagerfeuer gesungen und gespielt. Das einzige das nicht mitgespielt hat war das Wetter, weil es anfing zu regnen. Schon der Morgen des Freitags war einfach nur trist. Es regnete und regnete.

Die meisten Aktivitäten gingen im Wasser unter. Aber trotzdem beschäftigte sich jede Stufe (nach oftmaligen zusammen rufen durch: „Yala, Yala!") ausgiebig mit dem neuen Pfadfindergesetz. Es ging darum wie jeder die Regeln für sich interpretiert und auslegt. Die Ergebnisse wurden dann in einem Gottesdienst am Nachmittag vorgetragen.

Außerdem bereiten sich ein paar Wölflinge und Jupfis auf ihr Versprechen vor. Das war natürlich auch noch mal Aufregung pur. Abends war dann das Versprechen und wie ein Wunder: das Wetter war gnädig und wir konnten sogar am Lagerfeuer stehen.

Aber gleich nachdem das Versprechen zu Ende war, fing es wieder richtig an zu regnen. Und der restliche Abend wurde in die Jurte verlegt.

Na, ja, Gewohnheit ist alles.

Der große Wüstentag war da.

Und endlich: die Sonne schien. Es waren nicht gerade Wüstentemperaturen aber immerhin eine Wohltat nach so viel Regen. Bald erschallte auch schon wieder dass gut bekannte: „Yala, Yala" über den Platz und es wurden gemischte Gruppen mit groß und klein zusammengewürfelt für den Wüstentag.

Die Gruppen bekamen jeweils einen Turban einer Farbe (kreativ zusammengebastelt aus einem T-shirt), und dann gabs für jede Gruppe folgende Aufgaben:
 

  • Theaterstück od. Geschichte mit den Worten: Turban - Karawane - Krummsäbel - Flaschengeist- Oase
  • Lied oder Gedicht zum Thema Wüste
  • Ein „Wüstenwettspiel" für die Beduinen


Der Tag wurde mit Vorbereiten, ausprobieren und denken verbracht. Am Nachmittag gingen dann die Wettspiele der Beduinen los. Es gab Faul-Ei, ein Wasserspiel, ein Kamelspiel ( einer nimmt einen anderen auf den Rücken und dann wird dem „Kamel die Augen verbunden) und noch Tauziehen im Matsch.

Aber weil das ja noch nicht genug Spaß und Sport war wurde danach noch Fußball gespielt und Zeit für eine Wasserschlacht war auch noch (die für einige sehr nass ausging).

Irgendwann schrie dann wieder jemand „Yala, Yala" durchs Megaphon und es ging zum „Theater". Die ausgedachten Theaterstücke waren sehr unterschiedlich und lustig gemacht. danach waren dann auch alle hungrig und die Karawane zog für das arabische Menü in der Jurte (das natürlich auf dem Boden eingenommen wurde).

Zum Nachtisch gabs die  selbsterdachten Lieder und Gedichte und der krönende Abschluss war das riesige Lagerfeuer. Und wenn ich riesig sage dann meine ich wirklich riesig.

Das Singen und Spielen am Lagerfeuer danach war wieder sehr gemütlich und manche blieben einfach bis zum nächsten Morgen wach. Am Sonntag das Erwachen war erst mal grauenvoll. Es schüttete wie aus Kübeln. (das Wetter wollte wohl versäumtes vom Samstag nachholen). Nach dem Frühstück war erst mal Krisenbesprechung und ein längerer Morgenimpuls, dort dankten wir Gott für den vielen Regen.

„Gott sei Dank" wurde der Regen dann auch weniger und war beim großen Einpacken ganz weg. Nach dem großen Einpacken und Aufräumen stärkten wir uns mit ne Rote Wurst. Bevor wir den Zeltplatz verlassen haben wurde erst mal reflektiert was alles gut war.


Essen: einsame Spitze, einfach klasse

Thema: da war etwas Ratlosigkeit vorhanden, weil man wegen dem Wetter nicht so viel davon bemerkt hatte.

Wetter: mhhm... da muss man glaub nichts dazu sagen

Zeltplatz: toll !!!

Leiter, Gruppe und Gemeinschaft: war auch gut, vor allem die Gemeinschaft war vielen positiv aufgefallen

Dann ging es an nach Nürtingen wo schon ein paar Eltern auf ihre Beduinen warteten.

Das einzigste was noch zu sagen bleibt ist: „Yala, Yala"!!!

                                                                                                                                                    Maria Holl (I. Hahn)
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