Eine Woche Pfingstlager auf dem Jugendzeltplatz im Hornbacher Tal liegen hinter uns.
Pfad der Elemente - dies war das Motto unseres Pfingstlagers. Jede Stufe stellte eine Element-Nation dar: die Luftnomaden, der Wasserstamm, das Erdkönigreich und die Feuernation. Jede Nation beherrscht ihr eigenes Element, doch Aufgabe der anderen Völker war es, auch die Elemente der anderen zu beherrschen, damit alle Völker gemeinschaftlich leben können...
 
Tag 1 | stand ganz im Sinne von Ankunft, Orientierung und Aufbau. Die Strecke von Nürtingen nach Walldürn bewältigten wir mit der Bahn. Die letzten zehrenden Kilometer zum Lagerplatz zu Fuß. Die Vorhut stand schon zur Stelle und war so nett die Gemeinschaftszelte und Leiterjurte aufzubauen. Die Schlafzelte wurden natürlich durch die Stufen selbst errichtet. Auch die KoZen (Kommunikationszentren) der Stufen durften nicht fehlen. Jede Stufe suchte nach einem passenden Ort und schuf sich mit allerhand Materialien ein gemütliches Fleckchen.
 
Tag 2 | stand ganz im Zeichen des (Zusatz-)Element Holz. Holz hacken und Bannermast errichten standen auf der Tagesordnung. Außerdem wurden Workshops zu anderen Elementen angeboten: Lehmofen bauen, Yoga, Kokosnuss-Schalen-Becher, Elementsteine bemalen und Armbänder basteln. Am Abend versammelten wir uns ums Lagerfeuer und berichteten, was wir gelernt hatten und was Holz für uns so besonders macht.
 
Tag 3 | stand im Zeichen des Elements Erde. In den Vormittag starteten wir mit einem beliebten Geländespiel im Wald nebenan: Stratego. Beide Spielergruppen gaben ihr Bestes und jedes Team konnte einmal das Spiel für sich entscheiden. Nach gründlicher Zeckensuche und Mittagessen ging es mit Workshops zu verschiedenen Elementen weiter:
den Lagerturm fertig stellen, Kochen auf dem Feuer, Fächer basteln, Bötchen bauen und Kokosnüsse weiter bearbeiten... es war also für jeden etwas dabei! 
 
Tag 4 | Dienstags hieß es für uns alle: packen! Nicht für die Heimkehr, sondern für die beiden anstehenden Stufentage. Die Rover wurden ausgesetzt und mussten mit Karte zu einem vereinbarten Zielort finden (dies klappte mit einigen Umwegen).Die Pfadis bekamen eine Wegbeschreibung und trafen sich dann auch an einem malerischen Ort, an dem sie auf dem Lagerfeuer kulinarische Köstlichkeiten zauberten. Die Jupfis gingen ihren Weg nach Höpfingen und wurde dort gastfreundlich aufgenommen. Die Wös hatten einmal den kompletten Platz für sich, hielten Nachtwache und besuchten einen tollen Bauernhof, um über die Tiere und deren Haltung zu lernen. Achso. Und da war noch der Überbleibsel an Mitarbeitern. Diese seltsame Ansammlung würfelte sich durch die Weltgeschichte und wanderte sogar eine Zeit lang am Limes entlang.
 
Tag 5 | Am Tag danach kehren die Stufen tröpfchenweise ab dem Nachmittag von ihren Hajks ein. Zum Abendessen waren wir alle wieder versammelt bei der Lagerfeuerrunde erzählten die einzelnen Stufen mit kleinen Theaterstücken von ihren Erlebnissen. Später am Abend legte Nadia ihr Leiterversprechen ab.
 
Tag 6 | Erschöpft von den beiden Stufentagen starteten wir am darauffolgenden morgen etwas später in den Tag und bereiteten alle gemeinsam unseren Gottesdienst zu den Elementen Luft und Feuer vor. Vor grüner Wald-Kulisse inmitten von Sonnenschein, Vogelgezwitscher und idyllischem Geplätscher des Baches ging der Gottesdienst über Pfingsten und die Elemente. Den restlichen Tag gingen wir entspannt an; manche bauten Staudämme im Fluss, andere schauten dem Gras beim Wachsen zu.
 
Tag 7 | ganz dem Element Wasser gewidmet und dem sonnigen Wetter angepasst, wurden an unserem letzten vollen Tag auf dem Lager tolle Wasserspiele veranstaltet. Ziel der einzelnen Stationen war es, am Ende so viel Wasser wie möglich zu sammeln. Der Stock der Wahrheit entschied am Ende jeder Station über die erreichte Punktzahl. Nach der Mittagspause war dann noch Zeit die errichteten Staumauern im Bach zu besichtigen, den Turm auszuprobieren und ein ordentliches Pagodenfeuer für das „Fescht“ am letzten Lagerabend vorzubereiten. Die Küche setzte an diesem letzten Abend noch einen drauf und zauberte ein wundervolles Falafel-Festmahl. Am (sehr warmen) Lagerfeuer ließen wir bei Popcorn und Marshmallows den Abend ausklingen und bereiteten uns schon mental auf den anstehenden Abbau vor.
 
Tag 8 | der traurigste Tag des Lagers stand an: Abbau und Abreise. Nach einem guten Frühstück ging es an den Abbruch des gesamten Lagers. Das sollte möglichst reibungslos und schnell passieren, damit wir es rechtzeitig auf den Zug schaffen und die Nachhut nicht mehr allzu viel allein zu tun hat. So ein Abbau bedeutet ganz schön viel Koordination, Ausdauer und offene Augen für Dinge, die noch zu tun sind. Deshalb sind beim Abbau des Lagers alle gefragt mitanzupacken. „Learning by doing“. Die Zugfahrt schlauchte natürlich nach einer Woche Pfadfinderlager. Doch wir hatten zwischen den vier Umstiegen auch ab und zu Zeit, um uns etwas auszuruhen. Nachhut-sei-Dank war schon fast alles verräumt als wir dann abends in Nürtingen ankamen. Der Gedanke an die (warme) Dusche und das Bett ließ uns schnell, aber zufrieden voneinander Abschied nehmen.
 
 
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