Nürtinger Pfadfinder waren bei OB Heirich zu Besuch

NTZ. Frieden für das ganze Rathaus und seine Mitarbeiter - das brachte am Mittwoch eine Abordnung der Nürtinger Pfadfinderschaft St. Georg. Die zehn Jungen und Mädchen und Pfarrer Martin Schwer vom katholischen Pfarramt überreichten Oberbürgermeister Otmar Heirich im Rathaus das Friedenslicht aus Bethlehem.

Warum die Menschheit überall Frieden dringend braucht, erzählten sie mit einer kleinen Geschichte. Darin kam Streit auf dem Schulhof ebenso vor wie Kriegsspiele und Geisterfahrer und nicht zuletzt der Wirbel, den die Ausstellung über die Vertreibung der Palästinenser in der Nürtinger St.-Johannes-Gemeinde ausgelöst hat. Dann entzündete die achtjährige Pfadfinderin Philippa eine Kerze an der mitgebrachten Windlicht-Laterne mit dem Friedenslicht und überreichte sie Otmar Heirich.

"Bestimmt trägt dieses Licht zum Frieden in unserem Rathaus bei", bedankte sich der Oberbürgermeister. Auch die Schachtel mit Kerzen zur weiteren Verbreitung des Friedenslichts nahm er gern in Empfang. "Für Frieden muss man jeden Tag arbeiten", so Heirich. Die meisten Menschen in Deutschland wüssten gar nicht mehr zu schätzen, was es heißt, seit über 60 Jahren keinen Krieg mehr im Land zu haben. Davon träume man dort, wo das Licht herkommt, bis heute vergeblich.

Seit 1994 verteilen Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht aus Bethlehem, damit dieses Weihnachtssymbol der Hoffnung auf Frieden an vielen Orten leuchtet. Das Licht wird alljährlich am dritten Adventswochenende in der Geburtsstadt Jesu entzündet und gelangt über Wien mit dem Zug in mehr als 30 Städte in Deutschland. Von dort aus geht es in zentralen Aussendungsfeiern an die einzelnen Gruppen. Die Nürtinger Pfadfinderschaft St. Georg, die seit 1996 an der Aktion teilnimmt, empfing das Licht am vergangenen Sonntag bei einem Gottesdienst in St. Johannes. Es wird von jedem einzelnen Pfadfinder in Schulen, Vereine und Familien getragen wie eine Lichtstaffel.