Im Friedenswunsch auf Augenhöhe mit dem Ministerpräsidenten:
Dieses Jahr fand ein besonderes Friedenssymbol aus Bethlehem seinen Weg bis zum Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

An die fünfzehn Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus vier Verbänden, die im Ring deutscher Pfadfinder (RdP) organisiert sind, machten sich am vergangenen Montag mit Laternen und Kerzen auf, um das Friedenslicht aus Bethlehem der politischen Landesspitze zukommen zu lassen. Die kleine Flamme, die aus einer gar nicht stabilen und friedlichen Weltregion kommt, sollte im Staatsministerium als Mahnzeichen für Frieden in der Welt leuchten.

„Wir haben das Glück, in stabilen, friedlichen Verhältnissen zu leben. Dennoch denken wir, dass auch Sie dieses Symbol des Friedens gut gebrauchen können. Als Regierungschef gilt es täglich Entscheidungen zu fällen, die das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft betreffen“, so Dennis Müller der Landesvorsitzende des RdP bei der Lichtübergabe. Er fügte hinzu, dass auch „bei einem für die Demokratie wertvollen politischen Streit, weniger Wettkampf und ein mehr Miteinander zu mehr Frieden führen kann“.

Stellvertretend für alle Pfadfinderinnen und Pfadfinder bedankte sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei den Anwesenden.Nicht nur für das Friedenslicht, sondern ebenfalls für die Solidarität der Pfadfinder und ihre kreative Rolle in der Jugendarbeit. Er wies bei der Entgegennahme des Friedenslichts hin, es solle uns mahnen, „dass wir mit dem Frieden ernst machen müssen. Denn wie das Motto der diesjährigen Aktion schon sagt: ‚Mit Frieden gewinnen alle‘.“ Die Pfadfinderin Tatjana Bäker fügte dem Friedenslicht noch eine Bedeutung zu. „Im Frieden müssen alle Menschen gleichgestellt sein. Der Friedenswunsch gilt gleichermaßen für alle und er stellt niemanden auf ein Podest. Im Friedenswunsch sind wir alle auf Augenhöhe“, sagte die Achtzehnjährige beim Gespräch in der Bibliothek des Staatsministeriums.

Das Licht aus Bethlehem leuchtet nun im Eingangsfoyer der Villa Reitzenstein. Alle Besucher sollen es sehen. Das liegt Ministerpräsident Winfried Kretschmann besonders am Herzen: „Das Friedenslicht soll alle, die in der Villa Reitzenstein ein- und ausgehen, daran erinnern, dass der große Weltfrieden im Kleinen anfängt, ganz konkret bei jedem Einzelnen.“