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Pfadfinden weltweit
Mitglieder der DPSG sind nicht nur Teil einer großen Gemeinschaft in Deutschland. Sie gehören zugleich der Weltpfadfinderbewegung an und sind damit international orientiert. Rund 41 Millionen Pfadfinderinnen und Pfadfinder leisten wie die DPSG weltweit Dienst am Nächsten - "Jeden Tag eine gute Tat".
Im Rhythmus von vier Jahren treffen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus aller Welt zum Jamboree und leben dort vor, wie das Miteinander der Kulturen, Nationen und Religionen funktioniert. Der Begriff Jamboree kommt aus dem Indianischen und bedeutet: friedliches Zusammentreffen verschiedener Stämme.
Learning by doing – Projektmethode
„Learning by Doing“ ist als Pfadfinder nicht nur eine Redewendung, sondern fester Bestandteil des Alltags. Pfadfinderische Erziehung setzt auf ein Lernen durch Erfahrung und eigenes Erleben. Erlebnisse und Projekte werden in der Gruppe reflektiert. So werden neue Einsichten und Verhaltensweisen ermöglicht. „Learning by Doing“ wird als zentrale Lernmethode der Pfadfinderbewegung festgelegt.
Die Grundlage für das pfadfinderische Handeln bildet dabei immer die Projektmethode.
Friedenspfadfinder
Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind weltweit für den Frieden im Einsatz. Jährlich am 3. Advent geben Pfadfinderinnen und Pfadfinder in vielen deutschen Städten das »Friedenslicht aus Bethlehem« weiter. Mit der symbolischen Aktion unterstreichen sie ihren Anspruch, Friedenspfadfinder zu sein.
Die weltweite Vernetzung macht dabei Begegnungsreisen und einen interkulturellen Austausch deutlich leichter. Im Jahr 1981 hat die Weltorganisation der Pfadfinderbewegung den Friedenspreis der UNESCO erhalten.
Internationale Gerechtigkeit
Als Teil der Weltpfadfinderbewegung steht die DPSG für die Förderung und Weiterentwicklung von Kontakten und Begegnungen auf internationaler Ebene. Wesentliche Ziele ihrer Arbeit sind, Frieden und Verständigung zu schaffen, die Persönlichkeitsentwicklung des Einzelnen und interkulturelles Lernen zu fördern sowie die Globalisierung mitzugestalten. Wir unterhalten feste Partnerschaften mit verschiedenen Pfadfinderverbänden in aller Welt. Dazu gehören unter anderem Frankreich, Ruanda, Benin und Bolivien. Inhalt der Partnerschaften ist nicht nur das gegenseitige Kennenlernen und der Austausch über fremde Kulturen, sondern auch die solidarische Hilfe.
Mehr als ein Abenteuer
Ohne Abenteuer wäre das Leben tödlich langweilig. (Robert Baden-Powell)
Klar, in der Natur unterwegs zu sein, ist ein Abenteuer. Draußen werden selbst grundlegende Dinge wie einen Schlafplatz zu suchen wieder zur Herausforderung. Aber Pfadfinden ist mehr als ein körperlicher Kraftakt, es ist ein gemeinsames Abenteuer. Denn man ist mit anderen unterwegs. Gleichzeitig geht es um den Einzelnen. Pfadfinden ist genauso ein persönliches Abenteuer.
Nicht nur Kinder und Jugendliche können Abenteuer erleben. Auch als Erwachsener ist man noch nicht zu alt, kleine und große Abenteuer zu erleben. Wie weit dabei das eigene Abenteuer geht und wie groß es wird, kann jeder für sich selbst bestimmen...
Um Pfadfinder zu sein ist man nie zu alt. Weder mit 70 noch mit 25 Jahren. Zwar ist die DPSG ein Kinder- und Jugendverband, aber Kinder und Jugendliche können sich nicht selbst erziehen. Sie brauchen Vorbilder und Persönlichkeiten in jedem Alter an denen sie sich orientieren können.
Ausbildung und persönlicher Nutzen?
Ausbildung ist etwas, was Leiterinnen und Leiter für sich selbst machen. Den richtigen Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu erlernen und der Austausch mit anderen Leitern hilft die Leiterpersönlichkeit zu festigen und ist dadurch auch wertvoll für die Gruppenarbeit. Dabei ist die Ausbildung nicht eine Verpflichtung, die man mit dem Leitersein eingeht, sondern viel mehr eine Chance seine persönlichen Fähigkeiten zu schulen und weiterzuentwickeln.
Innerhalb der Pfadfinderbewegung werden Fortbildungen zu den verschiedensten Themenbereichen angeboten. Die dabei bekannteste, und innerhalb der Pfadfinderbewegung bedeutendste, ist die Woodbadgeausbildung. Dies ist die internationale Basisausbildung für Leiterinnen und Leiter. Die Woodbadgeausbildung zielt dabei vor allem auf das Erlernen und Erleben der Projektmethode ab, was sie auch für den Berufsalltag interessant macht.
Aber als Leiterinnen und Leiter profitiert man nicht nur durch Fortbildungen, Zeugnisse für Ehrenamtliche Arbeit, etc. Als Gruppenleiter wächst man an seinen Aufgaben und reift in seiner Persönlichkeit.